Pałac Wojanów

Gepostet von Bartosz Wasilewski am 03.03.2017 in Objekte | Keine Kommentare

Pałac Wojanów

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Die Geschichte des Schlosses Schildau

Schon 1281 wurde das Landgut in Wojanów (dt. Schildau) zum ersten Mal erwähnt. Die Lehngüter gehörten damals Eberhard von Schildau, dessen Nachname laut der damaligen Tradition mit dem Namen der Rittergüter in Verbindung stand. Die ersten Ritter in Wojanów wurden oft mit der in Schlesien berühmten Familie von Zedlitz verbunden, erst ab der Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden diese Beziehungen jedoch eindeutig durch Dokumente belegt. Wojanów gehörte der Familie von Zedlitz bis 1727 an, ausgenommen vom Anfang des 16. Jahrhunderts, als Anton I Schaff-Gotsch, der Repräsentant eines anderen in Schlesien bekannten Stamms, das Landgut in Besitz nahm. Der Renaissancegutshof in Wojanów wurde 1607 von Nikolas von Zedlitz und Nimmersatt aufgebaut. Nach über zehn Jahren, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde der neue Sitz der Familie durch schwedisches Heer verbrannt. Die 1667 von Christoph von Zedlitz wiederaufgebaute Residenz wurde im Barockstil erhalten.

Seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts wechselten oft die Besitzer der Rittergüter in Wojanów, die dem Patriziat aus Jelenia Góra und dem neuen Adel angehörten. 1831 kaufte den Gutshof Karl Albrecht Ike, der kurländische Justizrat. Er beauftragte den gründlichen Umbau des Schlosses in der damals gefragten Neugotik. Die Arbeit wurde dem hervorragenden königlichen Architekten Karl Friedrich Schinkel zugeschrieben, die neuesten Untersuchungen weisen jedoch auf seine Schüler hin. In Folge dieses Umbaus veränderte sich das Schloss komplett. Aus einem befestigten Gutshof mit dem im Stil des späten Barocks erhaltenen Dekor wurde er in eine romantische höfische Residenz verwandelt. Es wurde ein zusätzliches Stockwerk angebaut und die Ecktürme mit Belvederes verliehen dem Schloss charakteristisches und in Schlesien einzigartiges Aussehen. Die neue Ausgestaltung war auf die englische Gotik bezogen, die früheren Ornamente wurden dem niederländischen Manierismus entnommen.
1839 zog Ike nach Kongresspolen um, wo er in den Adelstand erhoben wurde. Das zum Verkauf angebotene Landgut kaufte Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der oft in seiner Sommerresidenz in Mysłakowice (dt. Zillerthal) weilte, für seine Tochter Luise von Preußen, Prinzessin der Niederlande. Dank den Bemühungen des Prinzenpaares entstand ein wunderschöner Landschaftsschutzpark, der von Peter Joseph Lenne, dem hervorragenden Architekten und General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten, entworfen wurde. Einen kleineren Umbau der romantischen königlichen Residenz führte ein Schüler von Schinkel, Friedrich August Stüler oder der Architekt eines der niederländischen Prinzen, Hermann Wentzel. 1889 erbte das Landgut die Tochter des königlichen Paars – Maria zu Wied. Bis 1945 ging das Landgut in Wojanów noch ein paar Mal in den Besitz verschiedener Menschen über. Während des Zweiten Weltkriegs wohnten in dem Schloss Kriegsgefangene, die in der nahe gelegenen Papierfabrik in Dąbrowica (dt. Eichberg) arbeiteten.

Nach dem Krieg teilte das Schloss das Schicksal anderer schlesischen Residenzen. Zunächst wurde es geplündert, dann als Verwaltungsgebäude des in dem Landgut gegründeten staatlichen landwirtschaftlichen Betriebs (pl. PGR) und als Wohnungen für Landarbeiter genutzt. Das Gebäude wurde nicht renoviert und war ungepflegt, sodass es letztendlich verkam. 1995 wurde es durch ein italienisches Unternehmen gekauft und den Sicherheitsarbeiten unterzogen. Der damalige prächtige Zustand des Schlosses wurde nicht wiederhergestellt und als 2002 ein Brand das Schloss vernichtete, wurde es wieder zum Verkauf angeboten.

Seit 2004 gehört das Objekt der Gesellschaft „Pałac Wojanów” Sp. z o.o.
Der Schloss-Park-Komplex wurde in den Jahren 2005-2007 gründlich restauriert. Das war eine der größten Sanierungen eines Schlosskomplexes dieses Jahrzehntes in Polen. Nicht nur den Renaissancegutshof, sondern auch allen Objekten des damaligen Landgutes sowie der romantischen Parkanlage wurde der einstige Glanz wiedergegeben.

Pferdestall, Speicher, Hinterhaus, Wagenschuppen und Scheune erfüllen jetzt andere Funktionen als ursprünglich. Jetzt gibt es hier ein Erholungs- und Konferenzzentrum, in dem über 200 Übernachtungsplätze in abwechslungsreichem Standard, zwei Restaurants, ein Cafe, eine Weinstube, ein Gartenlokal, zwei Gärten mit Restaurants und ein Teehaus zur Verfügung stehen. Das Objekt ist in zahlreiche Erholungs- und Sporteinrichtungen ausgestattet wie z.B. Tennis-, Volleyball- und Basketballplätze, Schwimmbad, Jacuzzi, Saunen, Fitness, Wellness, Turnräume usw. In dem Park wurden neue Gartenlauben und ein Springbrunnen aufgebaut, Blumenbeete angepflanzt, auch die historischen Pfade und Promenaden wurden wiederhergestellt.

PAŁAC WOJANÓW
Wojanów 9
58-508 Jelenia Góra

Tel.: + 48 75 754 5300,+48 697 082 944
Fax: +48 75 754 5303
E-Mail: recepcja@palac-wojanow.pl oder rezerwacja@palac-wojanow.pl

www.palac-wojanow.pl

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